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Sonntag, 30. März 2014

Eine mutige Frau

Die Nordhornerin Laura Moddemann ist eine mutige Frau. Nach abgeschlossenem Studium „Soziale Arbeit“ geht sie nicht gleich in den Beruf, sondern absolviert ein achtmonatiges Praktikum in einem Frauenhaus in Istanbul. Warum sie das macht und was sie dabei erlebt, hat sie mir heute bei einem Treffen erzählt. Ein ausführliches Porträt von ihr steht demnächst in den GN.



Zufällig trifft Laura den Nordhorner Ibo Bakari, der auch in Istanbul studiert:

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Alles ruhig

Ein letztes Mal Karte und Reiseführer in die Hand nehmen. Wo liegt meine Unterkunft? Wie komme ich am besten nach  . . . . . ? Wo gibt es Metro, Bus, Straßenbahn, einen Laden? Wie bekomme ich Tickets für öffentliche Verkehrsmittel? Die erste Zeit in einer neuen Stadt gehört der Orientierung. In Istanbul kommen noch Schiffe und Fähren dazu. Schritt für Schritt bewege ich mich in die Stadt hinein. Am Abend ist, wenn es gut läuft, einiges schon vertraut.
Schön, mein Hotel liegt in der Altstadt. Dort sind die großen touristischen Highlights: Die Blaue Moschee, der Topkapi-Palast, die Hagia Sophia. Sie können alle bequem zu Fuß erreicht werden. Aber das spare ich mir für eine Erkundung zu zweit auf, wenn Alide am Donnerstag dazu kommt.
Ich fahre mit der Tram zur berühmten Galata-Brücke, die über das "Goldene Horn" führt. 






Anschließend geht es weiter mit Straßenbahn und dem Füniküler, einer Standseilbahn, zum Taksim-Platz und dem daneben liegenden Gezi-Park. Ich bin fast ein wenig enttäuscht, dass dort heute keine politischen Demonstrationen stattfinden, wo doch morgen die so wichtigen und richtungsweisenden Kommunalwahlen sind. Es ist alles ruhig und friedlich. 







Auf dem Rückweg ziehen mich die sechs Minarette und die große Kuppel der Hauptmoschee Istanbuls, der Sultan Ahmed Camii, magisch an. Wegen ihrer blau-weißen Fliesen wird sie auch die Blaue Moschee genannt. Ich schaue sie mir schon mal von außen an. 




Und die Hagia Sophia aus der Distanz:

Samstag, 29. März 2014

Eine ungewöhnliche Karriere

Es war spät gestern Abend. Zu spät, um noch die Energie aufzubringen, eine Seite im Blog zu erstellen. 
Ich habe die ehemalige Veldhauserin Gitta Glüpker-Kesebir besucht, die zur Zeit an der privaten Koc-Universiät ihre Doktorarbeit in Politikwissenschaften schreibt. Wir sind hinausgefahren zu ihrer Arbeitsstätte, die außerhalb Istanbuls idyllisch am Schwarzen Meer liegt. Die Arbeitsbedingungen dort sind ideal, aber es wird auch sehr viel verlangt von den Doktoranden. Später sitzen wir in ihrer Wohnung in Sisli, mitten im Zentrum von Istanbul. Gitta und ihr Mann Tayfun erzählen mir aus ihrem ungewöhnlichen Leben. Es wird ein langer, schöner und bemerkenswerter Abend. Danke, Gitta und Tayfun, für eure große Gastfreundschaft und für das leckere Essen.

An der Koc-Universität:

Vor der Büste von Ata Türk, dem Gründer der modernen Türkei


Mit dem Gründer der Uni, Vehbi Koc




Im Vorlesungsraum

An ihrem Arbeitsplatz im Büro


Am Bosporus:


 Es ist Wahlkampf in der Türkei:



Freitag, 28. März 2014

Istanbul, die letzte Station

Mal wieder ein Tag des Reisens. Abgesehen von den Rückfahrt in die Heimat zum letzten Mal Koffer packen, mit U-Bahn und Bus zum Flughafen, langes Warten, einchecken, im engen Flugzeug sitzen, Passkontrolle (in der Türkei bisweilen eine Geduldsprobe), hoffen, dass der Koffer dieselbe Reise genommen hat. Und dann die Frage: wie komme ich zu meiner Unterkunft. In diesem Fall: Mit dem Bus zum Taksim-Platz und von dort aus mit dem Taxi zum Hotel Mina in der Altstadt Sultanahmet. Schließlich: Aufatmen, dass mal wieder alles geklappt hat und die Internetverbindung funktioniert.
Zwischendurch war Zeit, über Barcelona nachzudenken. Eine spannende Stadt, finde ich. Schon allein durch die Lage am Meer mit einem Strand vor der Haustür. Welche Großstadt kann damit aufwarten. Früher allerdings war die Stadt mehr dem Meer abgewandt. Dort wohnten die Fischer, das einfache Volk. Je weiter weg vom Strand, desto vornehmer war die Wohngegend. Spätestens die olympischen Spiele 1992 haben den Strand aufgewertet. Industriebrachen wurden saniert, ein olympischer Hafen entstand und eine moderne Strandpromenade. Heute gilt es als schick, z. B. In Barceloneta, dem ehemaligen Fischerviertel, zu wohnen. Auch die Weltausstellungen 1888 und 1929 haben der Stadt zu ihren Zeiten einen Schub gegeben.
Barcelona, das ist heute Moderne und Tradition, Glaspaläste und Kathedrale, Gaudi und zeitgenössische Kunst. Die Menschen sind freundlich und stolz auf ihre katalanische Kultur.
Und auch das ist mir aufgefallen: Das Straßenbild ist sehr gepflegt. Wer einen Hundehaufen hinterlässt, muss 500 Euro bezahlen, bzw. dessen Herrchen oder Frauchen. So jedenfalls hat es Jorge, der Guide von gestern, erzählt.

Donnerstag, 27. März 2014

Barcelona, die Facettenreiche

Mein letzter Tag in Barcelona. Ich mache eine besondere Tour mit, die mir Heiko Lübben empfohlen hat: Barcelona, gothisches Viertel, zu Fuß. Die Tour wird organisiert von „Meetup“, einer Internetplattform, über die sich Leute treffen, die gemeinsam etwas unternehmen wollen.
Free Barcelona Walking Tour = Fun + Make friends + Learn + Practice Languages + Sport“, so kündigt Jorge, der Guide, den Rundgang an. Und so ist es. Es sind Leute aus Indien, Brasilien, Russland, Deutschland (!), natürlich auch Spanien dabei, ganz international. Jorge zeigt einige Plätze, die nicht in jedem Reiseführer stehen, und er weiß, wo es die besten/günstigsten Restaurants gibt und die Touristen nicht übers Ohr gehauen werden. Nebenbei beim Gehen kommt man mit den anderen ins Gespräch: Wo kommst du her? Was machst du hier? Was arbeitest du?


  
Morgen während des Reisetages habe ich Zeit, um über meine Zeit in Barcelona nachzudenken. Soviel aber schon jetzt: Barcelona ist eine spannende Stadt mit unheimlich vielen, unterschiedlichen Facetten. Auch in den Bildern kommt dies zum Ausdruck, finde ich.











Wenn das Gaudi sähe!


Diese Inspirierten hatten wir doch schon mal in Tel Aviv!







Was ist denn hier los?



Ach so, Werbung fürs Erotik-Museum.


Bye bye, Barcelona!