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Montag, 31. Juli 2017

Interessantes über die Festung Bourtange

Für eine Reportage in der „Landpartie“ bin ich heute noch einmal mit dem Autor Sebastian Hamel nach Bourtange gefahren. Sebastian hat eine Führung organisiert. Die sympathische Andrea de Leeuw erzählt uns die Geschichte der Anlage und dazu viele interessante Details. (Zur Geschichte steht einiges in meinem Blog vom 15.11.2016.) 
 Da steht z. B. auf dem zentralen Marktplatz ein hölzernes „Folterpferd“, auf dessen scharfkantige Sitzfläche Verurteilte mit Gewichten an den Füßen ausharren mussten und dies manchmal nicht überlebten. 
Oder die mächtigen Kanonen, die nach Süden ausgerichtet sind und ihre Eisenkugeln bis zu drei Kilometer weit katapultieren konnten.
 Am südlichen Eingangstor befinden sich über dem Wassergraben drei alten Toiletten, „Donnerbalken“ ähnlich. Unter ihnen fanden Archäologen reichhaltige Funde wie z. B. Tabakdosen. Wahrscheinlich ist den Soldaten beim Aufsuchen des Örtchens des Öfteren etwas aus der Tasche gefallen.
 Im neuen Mitmachmuseum „Terra Mora“ können Besucher auf anschauliche Art etwas über die Geschichte der Festung und die umgebende Natur erfahren.
 Eine besondere Kostbarkeit ist die kleine Synagoge mit dem angeschlossenen jüdischen Museum. Das Gebetshaus hat die jüdische Gemeinde Bourtange 1842 eingeweiht. Fast alle Juden haben die Nazis im Zweiten Weltkrieg  deportiert und ermordet. Nur vier Personen haben überlebt, und eine Person ist aus Auschwitz-Birkenau zurückgekehrt. 1974 wurde die Synagoge restauriert und als Museum eingerichtet. Seit 1989 ist sie so gestaltet, dass sie wieder als Gebetshaus dienen kann.



 Die Latrinen am südlichen Eingangstor in dem rotbraunen Häuschen:












Das hözerne Folterpferd:




Das Mitmachmuseum "Terra Mora":



Die Synagoge:



Andrea de Leeuw (links) hat Interessantes über die Festung erzählt:
 


Samstag, 29. Juli 2017

Ein historischer Schafstall

Er ist wenig bekannt, der historische Schafstall, der in Wilsum auf der alten Hofstelle Kleine-Brookhuis an der Echteler Straße steht. Er steht unter Denkmalschutz, stammt aus dem Jahre 1758 und wurde 1990 restauriert. „Der Schafstall ist in ,Cruck-Bauweise` errichtet und mit Hohlziegeln eingedeckt, deren Fugen mit ,Strohdocken` abgedichtet sind. Als Fundament dienen Findlinge aus den Wilsumer Bergen.“ So steht es in einem Kalender für das Jahr 2001, den die Emlichheimer Ring-Apotheke anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums herausgegeben hat. Ich durfte damals die 12 Monatsbilder des Kalenders mit Motiven aus der Niedergrafschaft fotografieren. Heute habe ich den Schafstall noch einmal abgelichtet, digital und nicht auf Diafilm wie damals. 








 

Donnerstag, 27. Juli 2017

Eine glückliche Kindheit

Es ist Ferienzeit und nicht viel los, was Fotoaufträge betrifft. Da bietet es sich an, mal wieder einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, zumal ich vor zwei Tagen die magische 65-er Grenze erreicht habe. Ich habe aus dem Foto-Fundus meines Vaters Bilder aus meiner frühen Kindheit ausgewählt. Die Fotos zeigen, dass es eine glückliche und unbeschwerte Kindheit war, fast ganz ohne technischen Schnickschnack. Aber langweilig war es trotzdem nicht. Und wie schön, dass mein Vater die Zeit so meisterhaft mit seiner Kamera festgehalten hat.