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Dienstag, 9. Januar 2018

Johannisbrot

Heute, bei meiner obligatorischen Radtour übers Land, sehe ich einen Bauern mit seiner Frau am Straßenrand. Der Mann sammelt längliche, schwarze Schoten, die auf dem Boden unter einem immergrünen Baum liegen und füllt sie in einen Sack. Mein Interesse ist geweckt, und ich schaue neugierig zu. Wir können uns nicht unterhalten, aber der Bauer zeigt mir eine Schote, bricht sie und beißt ein Stück ab. Er gibt mir eine Frucht und fordert mich auf, es ihm gleichzutun. Sie ist süß und erinnert mich ein wenig an Feigen. Schmeckt gut, versuche ich dem Mann mit Daumen hoch und mit einem Lächeln mitzuteilen. Der Bauer freut sich und gibt mir noch gleich ein paar Schoten mit. Muchas gracias!
 Zu Hause finde ich raus, dass es sich um die Frucht des Johannisbrotbaums handelt. Er wächst auf Mallorca wild und prägt große Landstriche. Der Name geht auf Johannes  den Täufer zurück, der sich in der Wüste von der Frucht ernährt haben soll. Warum der Baum nicht in Plantagen gepflanzt wird, ist mir ein Rätsel, denn er gilt als wahres Wundermittel mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Zu Johannisbrotmehl gemahlen, enthält das Carobpulver viele gesunde Mineralstoffe. Außerdem ist der Baum robust. Resistent gegen Hitze und Trockenheit, übersteht er fast alles. 




 

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