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Donnerstag, 3. Oktober 2019

War Kolumbus ein Mallorquiner?


In Palma gibt es ein offenes Architekturmuseum, das Pueblo Espanol. Es wurde 1967 von dem spanischen Architekten Fernando Chueca Goitia erbaut. Hier findet man, umgeben von einer Stadtmauer, ein geschlossenes Ensemble stilgerechter Nachbauten von historischen Baudenkmälern, Gassen und Plätzen aus ganz Spanien, natürlich in einem verkleinerten Maßstab. Es ist etwas kompliziert, das Museum mit dem Auto zu erreichen. Aber heute haben wir den Weg in Angriff genommen. Besucher sind kaum anzutreffen, und so haben wir die Plätze, Gassen und Häuser fast ganz für uns. An einer Stelle stoßen wir auf einen kleine Ausstellung über den Seefahrer und Entdecker Christoph Kolumbus. Hier wird die Theorie vertreten, dass Kolumbus ein Mallorquiner gewesen sein muss. Allgemein herrscht die Auffassung, dass Kolumbus 1451 in Genua geboren wurde, aber wasserdichte Beweise haben die Historiker nicht. Der Forscher Gabriel Verd ist davon überzeugt, dass Kolumbus auf Mallorca als unehelicher Sohn des Prinzen von Viana (und damit des aragonesischen Thronfolgers) geboren wurde. Verd präsentiert seine Ergebnisse in dem kleinen Pueblo-Espanol-Museum. Unter anderem habe Kolumbus seine Briefe in Spanisch und Latein, nie aber in Italienisch verfasst. Eine endgültiges Ergebnis wird mit einer Erbgutanalyse der Knochen von Kolumbus angestrebt. Dank verbesserter DNA-Methoden können inzwischen genauere Untersuchungen angestellt werden. Und sollte sich herausstellen, dass Kolumbus ein Mallorquiner gewesen ist, wäre das eine spektakuläre Entdeckung. 













In dem Kolumbus-Ausstellungsraum: 


 

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