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Samstag, 14. März 2020

Eine fantastische Reise durch die Welt des Trommelns

Da hat sich der Corona-Effekt schon kräftig bemerkbar gemacht beim gestrigen Elbtonal-Konzert von Konzept Kultur. Gut 90 Karten waren im Vorverkauf abgesetzt. Weitaus weniger als beim letzten Auftritt der vier Schlagwerker vor 5 Jahren, als mit 300 Besuchern die Aula ausverkauft war. Zudem erschienen 20 Kartenbesitzer gar nicht erst, sodass sich rund 70 Anwesende in der Aula verteilten, zumeist mit gebührendem Abstand zu den Nachbarn. „Da wir unter der genehmigungspflichtigen Zahl von 100 Besuchern geblieben sind, haben wir beschlossen, die Veranstaltung durchzuführen, auch um Künstler und Kultur zu unterstützen“, sagte Bürgergemeinschafts-Vorsitzender Andreas Kösters. So dankte dann auch Percussion-Mitglied Jan-Frederick Behrend dem Veranstalter, in Emlichheim auftreten zu dürfen: „Wir sind sehr froh, hier zu spielen, denn für die nächsten Wochen haben wir schon fünf Absagen.“
Jedenfalls haben die Besucher, die gekommen sind, ihr Erscheinen sicherlich nicht bereut, werden sie doch von den vier Percussionisten auf eine unvergessliche Reise in die Welt des Schlagzeugs mitgenommen. Unzählige Schlaginstrumente aus allen Kulturkreisen füllen die Bühne: Zentral das mächtige Marimbaphon aus Afrika, dem Mutterland des Trommelns. Daneben bildet die japanische Trommelkultur einen Schwerpunkt des Abends, wie etwa die Stücke der Marimba-Virtuosin Keiko Abé. Aber auch zweckentfremdeten Alltagsgegenständen wie Eimern oder Plastiktonnen entlocken die Musiker außergewöhnliche Klänge. Oft brachial laut in rasendem Tempo, aber nicht durchweg. Zwischendurch erklingen immer mal wieder leise, langsame, kaum hörbare Töne. Die wenigen Besucher erleben ein musikalisches Klangfeuerwerk. Am Ende des Konzerts stehen sie auf und danken mit lang anhaltendem Applaus. 
Und wie immer haben Günter Duling und die Jungs von Powersound passend zur Musik ein wunderbares Licht auf die Bühne und in den Saal gezaubert.






















 

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