Montag, 21. Januar 2019

Ganz Palma ist Musik

Nach dem Tanz der Giganten heißt es Bühne frei in der Innenstadt von Palma. An acht verschiedenen Plätzen treten Bands und Einzelkünstler auf, eben „das Beste von der Insel“, wie es in der Mallorca-Zeitung heißt. Besonders interessant ist es, am Born, der Fußgängerzone, zu fotografieren. Dort strahlt noch die sehr schöne Weihnachtsbeleuchtung. Sie ist durch den hinteren Abschluss der Bühne zu sehen und bildet somit einen Teil der Lichteffekte. Leider habe ich nicht herausfinden können, wie die Band heißt.
















Sonntag, 20. Januar 2019

Tanz der Giganten

Groß ist die Zahl an Feiertagen und Festen auf Mallorca bzw. in Spanien. Neben den staatlichen und kirchlichen Feiertagen gibt zwei Festtage pro Jahr, die jeder Ort für sich bestimmen kann. Jetzt, im Januar, dominieren die Feiern rund um den Heiligen Antonius. Der Schutzpatron der Nutztiere soll in der Wüste mit den Tieren gelebt und den Versuchungen des Teufels widerstanden haben. Die Menschen lassen ihre Haustiere segnen, und abends tanzen die Teufel (dimonis) durch die Straßen sowie rund um Feuerstellen (siehe Blog vom 13. und 14. Januar letzten Jahres). Die Stadt Palma feiert zur Zeit ihren Schutzheiligen Sant Sebastià. Er hat der Legende nach die Stadt von der Pest befreit. Zur Musik von Dudelsack, Trommeln und Flöten zogen gestern Abend Giganten und Schwellköpfe vom Rathaus zur Plaça Major, wo sie einen Tanz aufführen. Für die Männer unter den Figuren eine sportliche Herausforderung, denn es erfordert schon sehr viel Kraft und Geschick, die Riesen im Tanz zu bewegen, ohne aus dem Gleichgewicht zu geraten. Das Bauernmädchen dreht sich gar so flink im Kreis, dass der Rock fliegt und ihr Zopf durch die Luft wirbelt. Später treten auf zahlreichen Bühnen in der Innenstadt Musiker auf, und an Feuerstellen treffen sich die Menschen, um mitgebrachte Grillsachen brutzeln. Morgen dazu mehr.

















Samstag, 19. Januar 2019

Knorrige Gesellen

Ich liebe sie, diese knorrigen Gesellen in ihrer bizarren Gestalt, anspruchslos und oft mehrere hundert Jahre alt. Gemeint sind Olivenbäume, die viele uralte Kulturlandschaften Mallorcas prägen. Es scheint so, als ob sie sich beim Wachsen nicht entscheiden konnten, in welche Richtung es gehen soll. Und so entstanden jene seltsam verschlungenen Baumgestalten; je älter, umso ausgeprägter ihr Aussehen. Wandert man in den Bergen durch einen Olivenhain und lässt seiner Fantasie freien Lauf, erkennt man in den wundersamen Exemplaren Kobolde, Hexen, Dämonen, Trolle oder was auch immer.
Olivenbäume kamen mit den Phöniziern und Griechen auf die Insel, Araber veredelten sie. Der älteste Baum Mallorcas stammt aus dem Jahre 1314 und steht bei Arta, behaupten jedenfalls die Wissenschaftler. Bis ins 19. Jahrhundert war das „flüssige Gold“ der wichtigste Exportartikel der Insel. Das Aroma der Frucht hängt von mehreren Faktoren ab: Vom kalkhaltigen Boden, von der hohen Luftfeuchtigkeit, von der Wärme und von den Schafen, die Unkraut vertilgen und organischen Dünger liefern. Heute gibt es rund 750 000 Olivenbäume auf Mallorca, wobei die Bäume im Bergland oft verwildert sind, weil die Oliven dort nicht mit Maschinen geerntet werden können. Ihr knorriges Aussehen bekommen die Bäume übrigens durch das Beschneiden, denn die Krone braucht Licht, um gute Früchte bilden zu können. Auch die Erdrotation könnte eine Rolle spielen, sagen einige Experten.
















Ein Bild aus älteren, winterlichenZeiten
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Freitag, 18. Januar 2019

Über der Bucht von Soller


Wandertouren für Langschläfer auf Mallorca“ heißt ein Wanderführer, der genau richtig für uns ist, denn nach gemütlichem Frühstück und Zeitung lesen (GN E-Paper) passt gerade noch eine Halbtagswanderung in den Tagesplan, z. B. in das Hügelland über der Bucht von Port Soller. Nicht zu lang und nicht zu anstrengend, aber trotzdem mit schönen Ausblicken und Naturerlebnissen. Über eine kleine Teerstraße geht es von der Platja dèn Repic hoch zum Leuchtturm am Cap Gros. Je höher wir steigen, desto schöner wird der Blick auf die Bucht von Port de Soller und auf die Berge dahinter. Nach einer Stärkung in einem Café wandern wir durch alte Kulturlandschaften mit ihren Kiefernwälder und Olivenhainen zurück zum Ausgangspunkt. Trittsicherheit ist schon gefragt, denn der Untergrund der alten Wege ist oft steinig und uneben. Dafür gibt es immer wieder herrliche Blicke auf die Bucht und die Berge.