Sonntag, 4. November 2018

Klein-Lourdes auf Mallorca

Warum nicht mal wieder eine Wanderung machen? Das Wetter lädt dazu ein. Es gibt eine nicht allzu anstrengende Rundwanderung, die in Santa Eugenia beginnt. Der ruhige 1600-Einwohner-Ort liegt im Landesinneren mitten in der Pla-Ebene zwischen Santa Maria und Algaida. Abseits der großen Touristen- und Verkehrsströme lässt es sich hier gut leben. Das haben inzwischen auch viele Residenten erkannt. In dem Dorf wohnen Menschen aus 15 Nationen einträglich nebeneinander. Die Wanderung führt durch eine ländliche Kulturlandschaft, durch den Weiler Ses Olleries zur „Cueva de lourdes“, einer Grotte, in der ein ehemaliger Dorfpfarrer zwei aus Holz geschnittene Figuren stellte: Die Heilige Jungfrau von Lourdes und, davor knieend, die junge Bernadette, der die Jungfrau im 19. Jahrhundert mehrmals erschienen sein soll. Wer die Grotte besuchen möchte, muss allerdings hundert Stufen einer Treppe emporsteigen. Lohn der Anstrengung: Ein herrlicher Rundumblick in die Zentralebene Mallorcas. Und wer möchte, kann in die Ritzen der Grotte Wunsch- oder Dankzettel stecken. Eine Klagemauer im Kleinen. Sogar in den betenden Händen der Jungfrau befindet sich ein Zettelchen. Andere haben ihr Feuerzeug abgelegt, wohl um vom Rauchen loszukommen. Sogar einen Brunnen gibt es, aus dem man Wasser schöpfen kann. Lourdes im Miniformat sozusagen. Zurück auf der kleinen Landstraße, ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt Santa Eugenia. Die Kraft reicht noch für einen Rundgang durch den idyllischen Ort. Je höher man am Hang nach oben steigt, desto schöner ist der Blick über die Insel und auf den gegenüber liegenden Ortsteil Es Pujet mit seinen drei ehemaligen Mühlen.




































Samstag, 3. November 2018

Fassaden

Was fotografieren, wenn man schon unzählige Male mit der Kamera an der Playa de Palma entlang spaziert ist? Oder den Fotoapparat einmal zu Hause zu lassen? Ach nein, lieber nicht. Irgend etwas gibt es immer zu fotografieren. Warum nicht einmal zur meerabgewandten Seite schauen und  die Fassaden der Hotels in den Fokus nehmen. Vielleicht entdeckt der eine oder andere ja sogar seine Unterkunft, in dem er schon mal seinen Urlaub verbracht hat.





















Donnerstag, 1. November 2018

Am Es Trenc bei Sturm

Das Wetter ist immer noch so wie der mitteleuropäische Herbst: Rau, windig und regnerisch. Nun gut, dann lassen wir uns den Wind um die Nase blasen, zum Beispiel bei einem Spaziergang in Ses Covetes. Der kleine Fischerort liegt am Naturstrand Es Trenc zwischen Colonia Sant Jordi und Sa Rapita. Im Sommer ist hier der Bär los, weil viele Leute den Es Trenc mit seinen Naturdünen lieben. Er bietet einen schönen Gegensatz zu den Touristenhochburgen und Stränden in Arenal. Jetzt aber ist der Ort verwaist. Kaum ein Mensch ist zu sehen, die Fenster sind verrammelt, fast alle Lokale geschlossen. Wir genießen es, am menschenleeren Strand spazieren zu gehen, wenn der Wind das Wasser peitscht und die Wellen unermüdlich gegen den Strand rollen. Nur einige mutige Windsurfer tauchen am Horizont auf und tanzen mit und auf den Wellen. Ihnen scheint das Wetter genau richtig zu sein.
Ich habe die Bilder in Schwarzweiß umgewandelt. Ich denke, so geben sie die Stimmung am Strand besser wieder.