Dienstag, 3. März 2020

Die beschauliche Inselmitte

Eine meiner Lieblingsregionen auf Mallorca ist das „Es Pla“, auf deutsch „die Ebene“. Sie liegt geschützt in der Inselmitte und wird noch nicht so sehr vom Tourismus bestimmt. In der bevölkerungsärmsten Region Mallorcas geht es gemächlich zu, die Zeit scheint noch etwas langsamer zu laufen. Es gibt keinen Hauptort, sondern mehrere kleinere Städte oder Dörfer. Aus der Kornkammer Mallorcas kommen die meisten landwirtschaftlichen Produkte wie Kartoffeln, Reis, Wein, Mais, Zucchini und Gemüse. 
Eine charmante Gegend mit wenigen Höhenunterschieden, wie geschaffen für eine Wanderung. Wir starten in dem Minidorf Ruberts, wo sich nur ein paar Häuser um die Dorfkirche gruppieren. Über Feldwegen geht es entlang von Steinmauern, größeren und kleineren Anwesen, den Finquitas, in Richtung Pina. Mal öffnet sich die Landschaft, sodass man bis zum Tramuntanagebirge schauen kann, mal wandern wir durch Wäldchen mit Kiefern und Steineichen. Am Ortsrand von Pina (malerisch: Die Gartenanlage mit der Quelle „Sa Font de Pina") blicken wir von einem Mirador in die Weite der Landschaft mit ausdehnten Getreidefeldern. Nach rund 10 Kilometern erreichen wir wieder Ruberts.

Los geht`s an der Dorfkirche "Marc de Déu del Carme":






Achtung Hunde, zum Glück hinter Zäunen:








In Pina haben wir die Hälfte der Wanderung hinter uns:








Wieder angekommen in Ruberts beim Landhotel Son Jordà:





Montag, 2. März 2020

Atemberaubende Unterwasserwelt

Was tun, wenn das Wetter windig und regnerisch ist so wie heute? Wie wär`s mit dem Besuch des Palma-Aquariums, das zu den größten in Europa zählt und eine Mischung ist aus Freizeitpark, Aquarium und Forschungsstation. Gesagt, getan. Der Eintritt ist mit 28,50 Euro (incl. des 3-D-Wal-Kinos) nicht ganz billig, aber dafür wird dem Besucher auch einiges geboten: 55 Becken mit rund 8000 Fischen und Meerestieren von etwa 700 Arten, ein Dschungel auf dem Dachgarten und ein Abenteuerspielplatz. Zu den Hauptattraktionen zählt das Haifischbecken „Big Blue“ mit 3,5 Millionen Liter Wasser und einer Tiefe von 8,5 Metern. Wer will, kann es sich auf Kuschelkissen vor den riesigen Panoramafenstern gemütlich machen und die Haie unmittelbar vor den Augen entlangziehen lassen.
Absoluter Höhepunkt ist jedoch das im letzten Jahr eingeweihte virtuelle Kuppelkino, das Ähnlichkeit mit einem Planetarium hat, nur dass es eben das Leben unter Wasser, genauer das der Buckelwale vor der Insel Maui (Hawaii) zeigt. Fünf Jahre hat der deutsche Walforscher und -filmer Daniel Opitz an dem 13-minütigen Film gearbeitet. Mit aufwändiger Digitaltechnik und einer 3-D-Brille kommt der Besucher den Giganten der Weltmeere zum Greifen nahe bis zum magischsten Moment, als er direkt ins Auge des Wales blickt. Dazu erklingt der herzzerreißende Gesang der Buckelwale, musikalisch unterlegt mit der Komposition des Musikers Felix Halbe. Und man fragt sich beim Verlassen der Kuppel, was den Menschen dazu legitimiert, diese großartigen, intelligenten Tiere so intensiv nachzustellen, das sie zum Teil vom Aussterben bedroht sind.
(Fotos vom 3-D-Kino konnten aus verständlichen Gründen nicht gemacht werden.)


























Sonntag, 1. März 2020

Palma: Tag der Balearen

Auch außerhalb der Wachablösung am Almudaina-Palast (Blog von gestern) ist in Palma am Tag der Balearen einiges los: Hier einige Bilder von einem Bummel durch die Stadt:
(Die Giganten und die Feuerteufel haben wir schon im Januar dieses Jahres kennengelernt.)