Sonntag, 8. Mai 2022

Entspanntes Radeln auf der Emlichheim-Hoogstede-Runde

 Wer eine schöne Fahrradrunde für den Sonntagnachmittag sucht, hier ist eine prima Tipp: Die Emlichheim-Hoogstede-Runde, nicht zu lang und auch ohne E-Bike locker zu schaffen. Es geht fast ausschließlich über separate Radwege oder kleine Straßen. Wir starten am Pommernweg, radeln über den frisch geteerten Lambergweg, fahren entlang der L 44 nach Ringe, wo wir  über die Blaue Brücke die Vechte überqueren. Beim Fahrradschutzhäuschen biegen wir links ab und erreichen  über neu angelegte Radwege durch Kaller Gebiete  die Wilsumer Straße in Hoogstede. Kurz rechts halten, dann geht`s links weiter durch das Naturschutzgebiet Kaller Mäss bis zur Grüntalstraße. Bei Weuste radeln wir zurück über die Vechte, streifen  Hoogstede östlich und gelangen über den Schwarzen Diek zum Bathorner Diek. Beim Melkhuis biegen wir links ab in den Bobbeldiek. Über den Wagenholter Diek kommen wir zur historische Kanalschleuse in Bathorn und fahren schließlich am Kanal zurück nach Emlichheim. Vom Pommernweg beträgt die Strecke gut 20 Kilometer, vom Zentrum Emlichheim sind`s etwas mehr. Eine herrlich entspannte Radtour durch schöne Landschaften, entlang von Bauernhöfen, oft im Schutze schattiger Bäume und fernab vom Autoverkehr.


 

Der Lambergweg ist neu geteert:

Die Blaue Brücke in Ringe:


Ländliches Ambiente in Kalle bei Wortelen:

Blick ins Vechtetal bei Weuste in Hoogstede:

 


Am Melkhuis in Hoogstede (Ecke Bobbelweg – Bathorner Diek) kann eine Pause eingelegt werden:

„Hyggeliges“ am Bobbeldiek in Hoogstede:

An der historischen Kanalschleuse in Bathorn:







Kunstwegen-Objekt in Ringe am Kanal: „Der drehende Kreis“:

 

Kanal in Ringe:


 

 

 

 

 

Sonntag, 1. Mai 2022

Es ist Rapsblütenzeit

 Die Zeit der Rapsblüte ist wieder gekommen. Die knallgelben Farbtupfer sind in der Landschaft nicht zu übersehen. Ein fotografisch besonders interessantes Feld habe ich heute in Haftenkamp entdeckt und mit der Drohne fotografiert. Die Spuren der Ackerfahrzeuge geben dem Bild eine besondere Note.




 
Im Vordergrund: Werbebande des Sportplatzes der SG Haftenkamp 86:
 

 

Freitag, 29. April 2022

Industrie und Sonnenuntergang

 Heute Abend mit der Drohne fotografiert: Die Sonne geht hinter den Industriebetrieben am Kanal unter.

Ganz so dramatisch war die Szenerie allerdings nicht. Die Stimmung habe ich per Photoshop etwas verstärkt.


 

Mittwoch, 27. April 2022

Seit 50 Jahren mit dem Rad unterwegs

 Ab dem Mai sieht man sie wieder fietsen in ihren apfelgrünen, knalligen Shirts: die Damen des Fietsen-Clubs Emlichheim, und das nun schon seit 50 Jahren. Im Mai 1972 gründete sich der Club, initiiert vom damaligen Bürgergemeinschafts-Vorsitzenden Dr. Rudolf Oppel. Und weil ein solches Jubiläum schon etwas Besonderes ist, treffen sich die aktiven und ehemaligen Radlerinnen ausnahmsweise mal nicht zum Fietsen, sondern zu einer Kaffeetafel im Café & Restaurant Pleno. Von den Gründungsmitgliedern sind noch fünf Damen aktiv dabei: Fenna Meier, Johanne Kossak, Henni Pamann, Dina Wilde und Hanni Künnen, die noch einmal auf 50 ereignisreiche Jahre zurückblickt: Geradelt wird von Anfang Mai bis Ende September. Planung und Buchführung lag zunächst in den Händen von Henni Kuipers, 1992 übernahm Fenna Meier den Job, um ihn in diesem Jahr an ihre Schwiegertochter Steffi Meier weiterzugeben. Nach dem Start an der Alten Post radeln ca. 15 bis 20 Teilnehmerinnen durch schöne Niedergrafschafter und benachbarte niederländische Landschaften. Einmal im Jahr unternehmen die Damen eine Tagestour, dann legen sie auch schon mal 60 bis 80 Kilometer zurück. Gerne steuern sie zur Rast eine Gaststätte an. Aber in Corona-Zeiten seien fast alle geschlossen gewesen, bedauert Hanni Künnen. Zum Glück gebe es aber als Ersatz zahlreiche Fahrradschutzhütten, wo auch schon mal ein Schlückchen zur Stärkung genommen werde. Am Ende der Saison küren die Damen ihre Fietsenkönigin, die die meisten Touren mitgemacht hat. In all den 50 Jahren haben die fleißigen Radlerinnen rund 30 000 Kilometer zurückgelegt, hat Hanni Künnen ausgerechnet. Auf den Touren wird viel gelacht und sogar gesungen. Es gibt eigens ein Lied, nach der Melodie „Eine Seefahrt die ist lustig“, umgedichtet auf das Radfahren: „Mit Humor und guter Laune trimmen wir uns frisch und froh, und das machen wir schon lange jeden Mittwochabend so.“ Mit einem Blumenstrauß bedankt sich Hanni Künnen bei Fenna Meier für ihre 30-jährige perfekte Organisationsarbeit. Für eine besondere Überraschung sorgt die 97-jährige Annemarie Priemer. Auswendig und akzentuiert trägt sie ein 22-zeiliges, selbstverfasstes Gedicht vor. Dort heißt es zum Schluss: „Wer will zieh`n `ne schiefe Flunsche, handelt nicht nach unserm Wunsche, nein, dann lach`n wir alle aus, wir sind doch nicht da zum Leide, hier bei uns regiert die Freude, aufgepasst und jetzt geht`s los.“

Die zur Zeit aktiven Radlerinnen

Die aktiven und ehemaligen Radlerinnen




Hanni Künnen mit dem Shirt aus der Anfangszeit

Hanni Künnen bedankt sich bei Fenna Meier für ihre langjährige Organisationsarbeit

Alle singen das Radlerlied

Fenna Meier und Hanni Künnen mit dem Shirt zum Emlichheimer 700-Jahr-Jubiläum


 

Rückblick Mai 2012: Der damalige Bürgergemeinschafts-Vorsitzende Heinrich Lindemann übergibt Shirts anlässlich des 700-Jahr-Jubiläums der Gemeinde Emlichheim. (Damals sahen die Räder noch etwas anders aus. Es gab noch keine E-Bikes.)






 

 

Montag, 25. April 2022

Der Fullener Moorweg

 Eigentlich wollte ich heute eine Radtour durch das Rühler Moor machen. Es liegt zwischen der Autobahn A 31 und der L 47, die nach Meppen führt. Aber als ich mein Rad aus dem Auto lade, sehe ich Schilder, die mein Vorhaben durchkreuzen: Der Hinweis „Sturzgefahr“ mit dem lustigen Symbol hätte mich noch nicht abgehalten, dort zu radeln (siehe Bild 1). Aber ein weiteres Schild (Privatweg – Zuwiderhandlungen werden strafrechtlich verfolgt) macht mich doch nachdenklich. Ich will ja nicht ins Gefängnis! 😟

So fahre ich kurzerhand auf der anderen Seite der L 47 an der Siedlung Rühlerfeld vorbei Richtung Norden und folge dem Hinweisschild „Fullener Moorweg“. Eine gute Alternative. Allerdings muss ich mein Rad abstellen, um den 2,5 km langen Rundweg zu wandern. Er ist Teil des 285 Hektar großen Fullener Waldes, wo man zwischen 1980 und 1995 auf abgetorften und tiefgepflügten Flächen insgesamt 1,3 Millionen Bäume gesät und gepflanzt hat. Entlang dieses Wanderweges, gut gekennzeichnet durch das Knotenpunktsystem, hat man der Vegetation auf einst abgetorften Flächen einer natürlichen Entwicklung überlassen, die sehr schön auf der Rundweg beobachtet werden kann: Zuerst bilden erste Pionierpflanzen kleine grüne Inseln. Nach einer Übergangsflora mit Pfeifengras und Besenheide übernehmen schließlich Bäume (Birke, Kiefer, Eiche) das Regiment und bilden einen Mischwald. Ein schöner Spaziergang durch frisches Maigrün - obwohl noch April ist - bei Vogelgesang und in Tümpeln quakenden Fröschen. Hinweistafeln geben Infos, und eine gut ausgebaute Beobachtungsstation bietet Einblicke in die Vogelwelt. Ich nehme mir vor, den Fullener Wald noch einmal ausführlicher mit dem Rad zu erkunden.