Montag, 11. Oktober 2021

Eine Wiese wie gekämmt

 

Das hat der Landwirt aber sauber hingekriegt: So schöne gerade Heulinien, wie ein akkurater Scheitel gezogen. Nur da, wo Bäume im Weg stehen, sind die Linien geschwungen. Und mir hat er wieder mal schöne grafische Motive im warmen Licht der Abendsonne geliefert. Gesehen in Echteler in der Nähe der Vechtebrücke.








 

Sonntag, 10. Oktober 2021

The Fitzgeralds: Irische Folkmusik und Stepptanz

„The Fitzgeralds“: Eine kanadische Gruppe mit irischer Folkmusik. Wie das? Nun, viel Iren und Schotten sind nach Kanada ausgewandert; vor allen Dingen im 19. Jahrhundert, als in ihren Heimatländern große (Hungers)not herrschte. Und sie haben ihre Musik mitgebracht, die wichtig war, um ihre Identität zu bewahren.

„The Fitzgeralds“ sind hochkarätige Musiker, die die irische Tradition aufrecht erhalten. Ihr Fiddlespiel wird ergänzt durch Gitarren- und Klaviermusik. Nicht zu vergessen: Der Stepptanz. Wenn die vier auf der Bühne im Forum des Gymnasiums loslegen, sieht man ihnen den unbändigen Spaß am Steppen an, und es dauert nicht lange, bis ihre Tanzfreude auch das Publikum erfasst. Na ja, gesteppt hat es nicht, aber begeistert mitgegangen ist es schon.

Die Bilder stammen aus dem zweiten Teil des Programms, weil ich zunächst in Neuenhaus bei Annett Louisan war.




















 

 

Samstag, 9. Oktober 2021

Sie will doch nur spiel`n ...

 

Über ein Jahr tat sich in Sachen Kultur gar nichts. Aber jetzt geht es wieder los, und zwar geballt: Am Donnerstag die Lesung von Tobias Schwartz, und gestern liefen in der Niedergrafschaft gleich zwei Konzerte parallel: Annett Louisan mit ihrer Band beim Neuenhauser Kulturpass, und in Emlichheim bei Konzept Kultur die kanadische Gruppe „The Fitzgeralds“ mit irischer Folkmusik.

Was tun als Fotograf? Zur erste Hälfte des Konzerts mit Annett Louisan war ich in Neuenhaus, um dann in Emlichheim den zweiten Teil der „Fitzgeralds“ zu erleben. (Dazu morgen mehr.)

In beiden Konzerten galt  die 2G-Coronaregel, d. h. wer geimpft oder genesen war, brauchte keine Maske zu tragen.

Ca. 250 Besucher wollten Annett Louisan sehen, und mir schien, ihre Lust auf Kultur war sehr groß, denn die Stimmung war gleich von Anfang an prächtig. Mit Annett Louisan  verbinden viele den blonden, süßen Engel, der mit seiner  Debütsingle „Das Spiel“ („Ich will doch nur spiel`n ...“), sehr erfolgreich war. Wegen des leicht lasziven Textes und der engelsgleichen Stimme wurde der Sängerin dann auch gleich eine Art Lolita-Image verpasst. Doch das ist lange her. Inzwischen ist sie Mutter geworden und hat sich musikalisch weiterentwickelt. Der Kulturpass kündigt sie an als „die Stimme des deutschsprachigen Chansons“. Ob ihre Lieder nun Pop, Schlager, Chansons oder Jazz sind, mögen die Zuhörer in Neuenhaus entscheiden. Wahrscheinlich eine Mischung aus allem. Auf jeden Fall kommt ihre erfrischende Art, die keine große Bühnenschau braucht, an. Drei Bandmusiker und Annett Louisan mit ihrer unverwechselbaren Stimme, eine ausgeprägte Mimik, das reicht. Und ob sie „Das Spiel“ noch im zweiten Teil des Konzerts gesungen hat? Ich weiß es nicht, denn da war ich schon in Emlichheim. 

















 

Freitag, 8. Oktober 2021

Tobias Schwartz liest aus zwei Romanen

 

Wegen Corona wurde sie schon einmal verschoben, jetzt hat es endlich geklappt mit Tobias Schwartz` Lesung aus seinem zweiten Emlichheim-Roman. Sie musste in der Aula stattfinden, weil der Pianist Christian Muche einen Flügel brauchte für seine musikalischen Beiträge, die Szenen aus dem "Vogelpark“-Roman aufgreifen. In ihnen versinkt die Schwester des Hauptakteurs beim Klavierspiel in ihrer klassischen Musik. Nur 30 Besucher waren aus Brandschutzgründen zugelassen, die in lockerer Runde den vorderen Bereich der Aula einnahmen. „Vogelpark“ ist der zweite Teil einer Emlichheim-Quadrologie. Wir dürfen also gespannt sein, was Tobias noch in den nächsten beiden Büchern über Emlichheim der 90er und nuller Jahre schreiben wird.

Die Geschichte handelt von dem neunjährigen Jonas, der in seinem zu Hause errichteten „Vogelpark“ Ruhe und Entspannung findet von dem Chaos in seiner Familie (siehe Blog vom 02.10.21).

Im Gespräch mit Daniela Kösters erfährt der Besucher Hintergrundinformationen und einiges Interessante über den Roman und die Person Tobias Schwartz. „Wie viel Tobias Schwartz steckt in Jonas?“ will Daniela wissen. „Eine ganze Menge“ antwortet der Autor, aber das sei bei vielen seinen Romanfiguren so.

Tobias hat noch ein weiteres Buch mitgebracht: Sein jüngstes Werk „Morpho peleides“, ein 650 Seiten langer Roman, aus dem er im zweiten Teil der Lesung vorträgt. Das Familienepos handelt von Menschen, die ihren Teil einer historischen Last zu tragen haben. Schauplätze sind der Regenwald Brasiliens, Moskau, Warschau, Tel Aviv und das fiktive mitteldeutsche Städtchen Bad Soltal. Und so nebenbei erfährt der Leser, wie auch schon in den Emlichheim-Romanen, wieder sehr viel Spannendes über Flora und Fauna. Sie zeigen das große Interesse Tobias` an der Natur. „Kannst du du dir vorstellen, aus der Großstadt Berlin wieder in das ländliche Emlichheim zu ziehen?“ fragt Daniela. „Wohl eher nicht“, meint Tobias, aber einen Garten zu haben, das wäre schon sehr schön.