Wegen Corona wurde sie schon
einmal verschoben, jetzt hat es endlich geklappt mit Tobias Schwartz`
Lesung aus seinem zweiten Emlichheim-Roman. Sie musste in der Aula
stattfinden, weil der Pianist Christian Muche einen Flügel brauchte
für seine musikalischen Beiträge, die Szenen aus dem
"Vogelpark“-Roman aufgreifen. In ihnen versinkt die Schwester
des Hauptakteurs beim Klavierspiel in ihrer klassischen Musik. Nur 30
Besucher waren aus Brandschutzgründen zugelassen, die in lockerer
Runde den vorderen Bereich der Aula einnahmen. „Vogelpark“ ist
der zweite Teil einer Emlichheim-Quadrologie. Wir dürfen also
gespannt sein, was Tobias noch in den nächsten beiden Büchern über
Emlichheim der 90er und nuller Jahre schreiben wird.
Die
Geschichte handelt von dem neunjährigen Jonas, der in seinem zu
Hause errichteten „Vogelpark“ Ruhe und Entspannung findet von dem
Chaos in seiner Familie (siehe Blog vom 02.10.21).
Im
Gespräch mit Daniela Kösters erfährt der Besucher
Hintergrundinformationen und einiges Interessante über den Roman und
die Person Tobias Schwartz. „Wie viel Tobias Schwartz steckt in
Jonas?“ will Daniela wissen. „Eine ganze Menge“ antwortet der
Autor, aber das sei bei vielen seinen Romanfiguren so.
Tobias
hat noch ein weiteres Buch mitgebracht: Sein jüngstes Werk „Morpho
peleides“, ein 650 Seiten langer Roman, aus dem er im zweiten Teil
der Lesung vorträgt. Das Familienepos handelt von Menschen, die
ihren Teil einer historischen Last zu tragen haben. Schauplätze sind
der Regenwald Brasiliens,
Moskau, Warschau, Tel Aviv und das fiktive mitteldeutsche
Städtchen Bad Soltal. Und
so nebenbei erfährt der Leser, wie auch schon in den
Emlichheim-Romanen, wieder sehr viel Spannendes über Flora und
Fauna. Sie zeigen das große Interesse Tobias` an der Natur. „Kannst
du du dir vorstellen,
aus der Großstadt Berlin wieder in das ländliche Emlichheim zu
ziehen?“ fragt Daniela. „Wohl
eher nicht“, meint Tobias, aber einen Garten zu haben, das wäre
schon sehr schön.