Mittwoch, 5. Dezember 2018

Was macht Emanuella de Naamloze?

In einem bekannten deutschen Magazin gibt es auf der letzten Seite die Rubrik „Was macht eigentlich…?“ Als ich gestern durch die Tannenstraße in Emlichheim ging und das lila angestrichene Haus sah, fiel mir eine Reportage ein, die ich 2012 für die GN geschrieben hatte, und ich fragte mich: „Was macht eigentlich ,Emanuella de Naamloze`?“ Ja, es gibt sie noch, berichtet ein Nachbar, und sie lebt immer noch nach ihren ganz eigenen Regeln. Die damals 65-jährige Frau erzählte, dass sie vor 25 Jahren nach einer überstandenen Krebserkrankung in Emlichheim ihr zweites Leben als „Emanuella de Naamlose“ begann; ein Leben, in dem das Materielle keine Rolle mehr spielt. Die Niederländerin ließ ihr Haus lila anstreichen, trug lila Kleidung und pflanzte im Garten lila Blumen, denn diese Farbe„steht für die göttliche Weisheit“, sagte Emanuella. Sie erzählte, dass sie ohne fließendes Wasser, Strom und Heizung lebe. Und wenn die Zeit gekommen sei, ziehe sie sich für rund drei Monate in die Dunkelheit zurück, um zu fasten und aufgestaute negative Energien wieder loszuwerden.
So war das damals vor sechs Jahren, eine ungewöhnliche Begegnung mit einem ganz besonderen Menschen. Leider ist der Bericht in den GN nicht mehr zu finden. Die heruntergelassenen Jalousien deuten jedenfalls darauf hin, dass für Emanuella  wieder die Zeit der Dunkelheit angebrochen ist.
So sieht das Haus heute aus ...
 ... und so  im Mai 2012:

Emanuella damals in ihrem Garten:


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