Mittwoch, 24. Februar 2021

Am Münchner Hauptbahnhof

 

Manchmal sorgen Fotoaufträge für ein wenig Abwechslung in dem etwas eintönigen Corona-Fotoalltag. So am Montag und Dienstag, als ich in München war, um für Neuero-Railtec in einem Eisenbahn-Ausbesserungswerk zu fotografieren. Die Bilder kann ich an dieser Stelle nicht zeigen, aber am Dienstagmorgen hatte ich noch etwas Zeit, um einen kleinen Gang ins Umfeld des Bahnhofs zu machen. Dabei sind folgende Bilder entstanden:

















Und dann geht es hinein in das Ausbesserungswerk. Aber diese Bilder sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.


 

 


















 

Montag, 22. Februar 2021

Schwäne

 

Während der Radtour durch Echteler und Echtelerfeld (Blogeintrag von gestern)  habe ich in der Nähe des Heerpsink- und Timmerweges eine stattliche Anzahl an Zwerg- und Singschwänen beobachtet. Sie rasten und stärken sich hier, bevor sie weiterziehen in kältere Regionen.

Eine schöne Allee: der Heerspinkweg







 

 

Sonntag, 21. Februar 2021

Das Echtelerfeld

 

Die GN brauchen für die nächste Ausgabe des „Grafschafters“ ein Bild aus Echtelerfeld. Es soll einen Artikel illustrieren, den ein Lehrer verfasst hat, der um 1900  täglich von seinem Heimatort Wilsum zur Volksschule Echteler-Heesterkante wanderte. Er beschrieb die damals noch unberührte Natur einer Sumpf-, Moor- und Heidelandschaft in dem Gebiet zwischen Wilsum und Echteler.

Nur, wie soll man den Bericht illustrieren, wenn nach der Kultivierung und Flurbereinigung  des Echtelerfeldes von der ursprünglichen Natur nichts mehr übrig geblieben ist, zumal zur jetzigen Zeit noch nichts sprießt und blüht. Bleibt wohl nur, die karge Weite einer verarmten Natur zu fotografieren.









 

Oder die GN verwenden eines der Bilder, die ich im Sommer letzten Jahres fotografiert habe:

 
 


 

Freitag, 19. Februar 2021

Mein Opa Derk

 

Als ich im Zusammenhang mit der alten Molkerei (letzter Blogeintrag) nach Bildern gesucht habe, bin ich auf eines gestoßen, das die inzwischen längst abgerissene alte Molkerei zeigt. Einer von den Männern ist mein Opa Derk (dritter von rechts). Die Aufnahme muss während des Zweiten Weltkrieges entstanden sein, denn es ist ein Soldat zu sehen. Die Person links zeigt Johann Ydel.

 

 Das Foto hat mich dazu inspiriert, das Leben meines Opas, der mit seiner Frau Alberdina  bei uns im Hause an der Ringer Straße lebte, in Erinnerung zu rufen. 

 


Leider habe ich ihn nur noch als kleinen Jungen kennengelernt, denn er ist 1960 im Alter von 74 Jahren an Magenkrebs gestorben. Damals war ich sieben Jahre alt. 

 


Mein Opa hat ein wechselhaftes, oft auch entbehrungsreiches Leben geführt. Er war der Sohn von Ennegien, geb. Keen, und Egbert Meppelink. Sein Bruder Lambertus verstarb im Alter von 22 Jahren. Ein weiterer Bruder war Malermeister Friedrich Meppelink, und Schwester Berta arbeitete als Haushälterin und „gute Seele“ auf dem Geflügelhof. Sie blieb ihr Leben lang unverheiratet. Gesien heiratete Heinrich Piepmeyer, mit dem sie in Osnabrück lebte.

 

 Mein Opa war Landwirt auf der eher kleinen Hofstelle an der Ringer Straße. Als fast Dreißigjähriger wurde er als Soldat in den Ersten Weltkrieg eingezogen, und zwar, ungwöhnlich  für einen Grafschafter Bauern damals, als Matrose und Heizer auf dem Kriegsschiff „S.M.S. Kaiser Karl der Grosse“ (unten ganz rechts).

 

 Das folgende Bild zeigt die versammelte Mannschaft der stolzen Heizer, die würdevoll und selbstbewusst in die Kamera schauen. ("Der Kohle Glut, des Feuers Schein, das ist des Heizers Edelstein.") Dass das Heizerleben äußerst hart und entbehrungsreich war, sieht man den Gesichtern nicht an. Wer auf dem Bild mein Opa ist, ist leider nicht klar. Zum Glück überstand er mit seinem Schiff den Krieg unversehrt. Immerhin hat er an der berühmten Seeschlacht vor dem Skagerrak teilgenommen. Sie war die größte Flottenschlacht des Krieges zwischen der deutschen Hochseeflotte und der britischen Royal Navy. Liebend gerne wüsste ich, ob mein Opa gegen Ende des Krieges an dem Kieler Matrosenaufstand teilgenommen hat, der die Novemberrevolution auslöste, zum Sturz der Monarchie und zur Ausrufung einer Republik führte. Vorstellen kann ich mir das nicht, denn mein Opa war sicherlich nicht revolutionär gesinnt. 

 

Aufgrund seiner Erfahrung als Heizer arbeitete mein Opa nach dem Krieg auf der Molkerei, wo er für die Dampfmaschine verantwortlich war. Im Zweiten Weltkrieg griffen feindliche Tiefflieger die Molkerei an, und mein Opa erlitt einen Armdurchschuss; eine Verletzung, die ihm danach sein Leben lang Schmerzen bereitete. 

Auf Bildern sieht man meinen Opa selten lachen, obwohl er ein freundliches Gemüt hatte und, anders als mein Vater, die Geselligkeit liebte. Am Samstagabend suchte er regelmäßig die Gaststätte Assen auf, um bei einem Schnäpschen mit anderen zu plaudern. Das nächste Bild zeigt ihn, fein herausgeputzt, zusammen mit seinem Schwager Simon Warsen und dessen Hund Wiedu (?).

 Wie hart sein Leben als Bauer war, verdeutlicht das Erntebild : Mein Opa (links) beim Roggen mähen. Die Männer schwangen die Sense, die Frauen banden die Garben.

 Das letzte Bild zeigt Opa Derk und Oma Alberdina im Kreise von Familie, Verwandten und Bekannten auf dem Hof an der Ringer Straße. Ich war damals noch nicht dabei.

Die meisten Bilder stammen mal wieder von meinem Vater Egbert Meppelink.

 



Dienstag, 16. Februar 2021

Neues Leben in der alten Molkerei?

 

    1958, ich war gerade sechs Jahre alt, wurde in unserer Nachbarschaft an der Ringer Straße die neue Molkerei gebaut. Auf der anderen Straßenseite war die alte Molkerei in die Jahre gekommen und entsprach nicht mehr den Ansprüchen einer modernen Milchverarbeitung. Zum Glück hat mein Vater das alte und neue Gebäude im Bild festgehalten. Die eindrucksvollen Aufnahmen sind unten zu sehen.

    Jetzt ist aus der damals neuen Molkerei schon wieder die alte geworden. Für die ursprüngliche Milchverarbeitung wird sie nicht mehr gebraucht. Die Kooperative Milchverwertung Emlichheim – Laarwald – Wielen – Wilsum nutzt sie nur noch als Verwaltung und Aufenthaltsraum für ihre Fahrer.

    Eine interessante Idee für eine Weiterverwendung hat die Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters ins Spiel gebracht. Das Gebäude könne zukünftig als Marktplatz für regionale Produkte inklusive einer gläsernen Produktion genutzt werden, so ihre Vision. Auch eine kleine Brauerei mit Gastronomie wäre denkbar. So könnte das alte, heute baufällige Gebäude zu einem Touristenmagneten werden. Eine schöne Vorstellung, aber bis es soweit ist, ist noch jede Menge Planung und Überzeugungsarbeit zu leisten. Ein Emmelkamper Bier, das hätte doch was. Den Begriff „Emmelkamper Söpien“ gibt es übrigens schon. Damit ist ein Schnaps gemeint, der bis an den Rand des Gläschens gefüllt ist. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Die alte Molkerei an der Ringer Straße ist längst abgerissen. Heute ist dort am Ortseingang ein Parkplatz:

                                    
                                              Der Rohbau der 1958 gebauten Molkerei:

                               
                                Das Haus Ydel, vom Dach des Rohbaus fotografiert:
     
                                                 
                                                 Die Luftbilder habe ich im Sommer 2015 fotografiert:


     
                     Der ungefähre Verlauf der geplanten Verlängerung "Obenholt":
     
                                          
                                          Ein aktuelles Drohnenfoto des Molkereigebäudes: