Freitag, 29. Juli 2022

Tschüss und Bye Bye

 Vor einigen Tagen, genau am 25. Juli, bin ich siebzig Jahre alt geworden. Dies ist nun der Anlass für mich, meinen Blog einzustellen. Ich lösche ihn nicht, aber er ruht. Vorerst kommen keine neuen Seiten hinzu. Nach über neun Jahren, 2064 Blogeinträgen und insgesamt 804 326 Klicks ist nun erst einmal Schluss. Aufgrund meiner weitgehend eingestellten freiberuflichen Tätigkeit sind die Themen weniger geworden, und irgendwie habe ich das Gefühl, alles schon mal fotografiert und veröffentlicht zu haben. Ich danke meinen treuen Blogbesuchern sehr herzlich für ihr langjähriges Interesse. Besonders gefreut habe ich mich immer über ein Feedback zu den Bildern oder Ereignissen, sei es in den Kommentaren oder im persönlichen Gespräch.

Und wer weiß, vielleicht erwacht in Zukunft mal wieder die Lust, den Blog fortzuführen.

Kann auch sein, dass ein besonderes Ereignis oder ein fotografisches Highlight mich reizt, Bilder zu veröffentlichen. Dann mache ich eben eine Ausnahme von der Pause.

Tschüss, macht es gut und bleibt gesund!

Gerold


 

Sonntag, 24. Juli 2022

Mein bunter Gemüsegarten

 Ich habe meinen Garten in zwei Häften aufgeteilt: Die eine Seite ist dem Gemüse vorbehalten, auf der anderen habe ich eine Blumenwiese eingesät. Im darauffolgenden Jahr wechsel ich die Seiten. Nun war der letzte Winter sehr mild, sodass viele Blumensamen die kalte Jahreszeit überlebt haben. Das Ergebnis war, dass in diesem Jahr zwischen den Gemüsepflanzen jede Menge Blumen sprießen. Insbesondere Ringelblumen, die eigentlich recht frostempfindlich sind, scheinen sich dort sehr wohl zu fühlen. Ich bringe es nicht übers Herz, die Blumen herauszureißen, um dem Gemüse mehr Platz und Licht zu bieten. So habe ich nun einen bunt-verwunschenen Gemüse-Blumengarten. Zwischen Zucchini, Bohnen oder Kohlrabi sprießen orangene Ringelblumen, blaue Phacelia-Pflanzen oder rosa Kuckuckslichtnelken. Sieht eigentlich sehr schön aus, und ist auch eine Art von Mischkultur. Nur manchmal ist das Gemüse etwas versteckt. Und vielleicht sorgen die Blumen sogar davor, Schädlinge im Zaum zu halten. Die Ringelblumen zum Beispiel setzt der Biogärtner gerne ein zur Abwehr von Fadenwürmern.

Die Kartoffelkäfer allerdings lassen sich davon nicht beeindrucken. In Scharen bevölkern sie mal wieder die Kartoffelblätter. Es lohnt sich, sie mindestens zweimal am Tag zu sammeln. Im nächsten Jahr werde ich die Kartoffeln regelmäßig mit Brennnesseljauche spritzen. Das soll die Widerstandskraft der Pflanze stärken.























 

Freitag, 22. Juli 2022

Uwe Seeler - ein ganz Großer des Fußballs

 Wer mochte ihn nicht? Auch ich war ein  Fan von Uwe Seeler. Er war ein ganz Großer des deutschen und internationalen Fußballs. Nun ist Uwe Seeler im Alter von 85 Jahren verstorben. Unvergleichlich seine kämpferische Art, Fußball zu spielen. Bescheiden, eine ehrliche Haut, ehrgeizig im Spiel, immer Hamburg und seinem HSV treu geblieben. Wer von uns Älteren erinnert sich nicht an seine oft spektakulären Tore. Unvergessen sein letztes Tor in der Nationalmannschaft, erzielt mit dem Hinterkopf im Viertelfinalspiel gegen England bei der WM 1970 in Mexiko.

Uwe Seeler schlug ein damals irrsinnig hohes Angebot von Inter Mailand ab, für  900 000 Mark Handgeld nach Italien zu wechseln. Zitat Uwe Seeler: "Mehr als ein Steak kann man nicht essen."  Statt dessen reiste er neben und nach dem Fußball als Handelsvertreter und Repräsentant einer großen Sportartikel-Firma über Lande. Es wird erzählt, dass er auch in Emlichheim bei der Firma Kröse gesichtet worden sei.

Als jugendlicher Autogrammsammler durfte natürlich eine Unterschrift von Uwe Seeler nicht fehlen. Ich habe es immer noch: 


 

Mittwoch, 20. Juli 2022

Wogende Getreidefelder

Goldgelbe Getreidefelder – sie sind für mich der Inbegriff des Hochsommers und sehr schön anzuschauen, wie sie sich im Wind wiegen. Leider sind sie bei uns nicht mehr so häufig anzutreffen wie zu früheren Zeiten. Hauptsächlich Maisfelder haben sie verdrängt. Wobei genau genommen der Mais, ebenso wie Hirse und Reis, auch zu den Getreidepflanzen zählt. Die bei uns angebauten Getreidearten kamen vor ca. 10 000 Jahren nach Westeuropa. Sie zählen zu den Grundnahrungsmitteln des Menschen, dienen aber auch als Viehfutter. Was passiert, wenn das Getreide knapp wird, sehen wir gerade in der Ukraine, einem Hauptanbaugebiet in Europa, wo durch den Krieg das Getreide nicht ausgeführt werden kann. Die Preise steigen, und es drohen in ärmeren Ländern Hungersnöte.

Hier sind einige Getreidebilder aus Weusten sowie von Feldern an der Grenzaa:















 

Montag, 18. Juli 2022

Die Knolle mit der hübschen Blüte

 Viele Blumen sind jetzt, gegen Ende Juli, schon ausgeblüht. Was aber noch in voller Blüte steht, sind die Kartoffeln. Vor allen Dingen als Blütenteppiche in weiß, zartrosa oder violett sehen sie recht hübsch aus. Da kann man verstehen, dass die Kartoffel im 16. Jahrhundert zunächst wegen der schönen glockenförmigen Kelchblüte nach Europa gebracht worden ist. Heute ist sie für die Ernährung der Menschen von fundamentaler Bedeutung. Als die Knolle Ende des 16. Jahrhunderts auch nach Irland kam, wurde sie für die ärmliche Bevölkerung schnell Hauptnahrungsmittel, da sie einfach, billig und schnell anzubauen war. Aufgrund des durchgehenden monokulturellen Anbaus war die Frucht jedoch anfällig für Krankheiten. So sorgte die Kartoffelfäule zwischen 1845 und 1849 für einen nahezu totalen Ausfall der Ernten. In der Hungersnot starben eine Millionen Iren, etwa 12 Prozent der Bevölkerung.

Heute zählt die Kartoffeln in ihren vielfältigen Formen immer noch zu den wichtigsten Nahrungsmitteln der Welt. Und was gibt es Leckeres als frisch geerntete neue Kartoffeln, nicht geschält, sondern geschrappt. (Das Wort gibt es laut Duden tatsächlich.)

Nicht immer sind Drohnen-Luftbilder die schönere Perspektive. Von oben erkennt man die Blüten kaum (erstes Bild). Da sind die ebenerdigen Aufnahmen, zumeist mit dem Tele aufgenommen, beeindruckender:

                                    Dasselbe Feld von unten mit dem Tele fotografiert: