Dienstag, 5. Oktober 2021

Dörfer im Rajon Slawsk

 

Nach den Landschaften im Rajon Slawsk im letzten Blog  geht es heute mit Bildern aus den Dörfern weniger malerisch zu. Es sah dort 2008 zumeist schon recht trostlos und heruntergekommen aus. Mag sein, dass der Fotograf das Morbide eines Dorfes oder Hauses interessanter findet und das Baufällige eher in den Fokus nimmt. Mag auch sein, dass in den letzten 13 Jahren eine positive Entwicklung eingesetzt hat und es heute dort ganz anders aussieht. Zu hoffen ist es. Wir jedenfalls fühlten uns damals schon um einige Jahre zurückversetzt.

Die meisten Bilder stammen aus Slawsk, dem ehemaligen Heinrichswalde. Aus welchen Dörfern die anderen Aufnahmen stammen, vermag ich nicht zu sagen. Unser Reiseleiter Bernhard Jansen hat uns unermüdlich über die Lande chauffiert. Er hat es sogar geschafft, mit einer Sondergenehmigung mit uns in das Sperrgebiet am Kurischen Haff zu fahren.

Uns war letztlich eher zählt als brüchige Gebäude, ist das Warmherzige und die Freundlichkeit der Menschen dort (siehe Blogs vom 11. und 12.12.2015).
























 

Sonntag, 3. Oktober 2021

Die einzigartige Landschaft des ehemaligen Ostpreußen

 

Ein Rückblick auf eine außergewöhnliche Reise aus dem Jahre 2008: Im Juni bin ich mit einer Grafschafter Delegation in der Partnerkreis Rayon Slawsk gereist. Das, was einmal Ostpreußen war, gehört heute zu Russland und liegt zwischen Polen und Litauen am Kurischen Haff. Mitgefahren sind die Fotografen Hans-Christian Boestfleisch, Reinhard Prüllage und dem Filmer Christhard Pasternak. Unsere Aufgabe war es, den Kreis mit seinen Menschen, Dörfern und Landschaften zu porträtieren. In meinen Blogseiten vom 11. und 12. 12. 2015 habe ich schon mal über die Reise berichtet und Bilder von den Menschen dort gezeigt.

Für heute habe ich Fotos ausgewählt, die die einzigartige Landschaft zeigen. Aufnahmen voller Weite, mit blühenden Wiesen, Alleen, wilder Natur, oft noch unberührt, Flüssen, Seen, dem Haff; und über allem der hohe Himmel. Man kann schon verstehen, wenn  Leute, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Ostpreußen fliehen mussten, eine tiefe Sehnsucht nach ihrer alten Heimat immer im Herzen getragen haben.
































 

 

Samstag, 2. Oktober 2021

Tobias Schwartz liest

 

Langsam kehren die Kulturveranstaltungen zurück in die Grafschaft, da die meisten Leute geimpft oder genesen sind. So gibt es am Donnerstag in der Aula des Emlichheimer Schulzentrums eine Lesung mit Tobias Schwartz, der seiner alten Heimat zwei Romane gewidmet hat: „Nordwestwärts“ und „Vogelpark“. Sie handeln in der 1980er Jahren des Dorfes. Tobias Schwartz lebt heute als Schriftsteller und Theaterdramaturg in Berlin. Nachdem er den ersten Roman in einer Lesung im Mai 2019 vorgestellt hatte, liest er am Donnerstag aus dem zweiten Emlichheim-Roman. Er handelt von dem neunjährigen Jonas, der sich ein erstaunliches ornithologisches Wissen angeeignet hat. In seinem „Vogelpark“ im heimischen Garten findet er Ruhe und Trost vor dem Chaos in seiner Familie. Ergänzt wird der Vortrag durch musikalische Beiträge des Pianisten Christian Muche, der Szenen aus dem Buch aufgreift. Im Anschluss ist eine lockere Talkrunde geplant, die Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters moderiert. Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem „Verein Vier an der Vechte“ und der Samtgemeindebücherei. Warum die Gästezahl auf 30 Personen beschränkt ist, erschließt sich mir nicht. Auch unter Berücksichtigung der Corona-Bestimmungen könnten m. E. in der Aula mehr Besucher zugelassen werden.

Hier nun ein fotografischer Rückblick auf die vergangenen Lesungen mit Tobias Schwartz in Emlichheim.

Die erste Lesung aus dem Buch „Film B“ fand im August 2007 statt. Vorher habe ich eine Porträtreihe mit Tobias in meinem Studio fotografiert: 



 

Lesung im Mai 2019 mit „Nordwestwärts“: