Es war eine gute Idee, das Konzert des Hamburger A-capella-Ensembles „Vocoder“ von der Schulaula in die Diele des Hauses Ringerbrüggen mit seiner anheimelnden Atmosphäre zu verlegen. Die Nähe zu den Besuchern schlägt sogleich Brücken zwischen Musikern und Publikum und bringt auch auf die Weise das Programm-Thema „Crossing Bridges“ zum Ausdruck. Die drei Frauen (Marie Maßmann, Lena Bill, Antonia Schwoch) und drei Männer (Nicholas Rahf, Henning Wölk, Patrick Below) verzichten vollständig auf Instrumente und Beatbox-Effekte und setzen allein auf die stilistische Vielfalt und musikalische Ausdrucksstärke ihrer Stimmen. Mit ihnen schlagen sie Brücken zwischen unterschiedlichen musikalischen Welten, die von eigenen Kompositionen über Volkslieder und Renaissance-Madrigalen bis zu Jazz-Standards und Pop-Balladen reichen. So laden die Lieder „dazu ein, Grenzen nicht als Trennlinien zu verstehen, sondern als Orte der Begegnung – zwischen Menschen, Kulturen, Generationen und musikalischen Traditionen“, wie es in der Programm-Ankündigung heißt. Die Besucher in der vollbesetzten Diele wissen es zu schätzen und danken mit langanhaltendem Applaus.
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