Donnerstag, 11. Mai 2017

Alternative Kultur im RAW

Unser Sohn Matthias nimmt uns mit zu einem Spaziergang über das RAW in der Nähe der Warschauer Straße in Friedrichshain. RAW steht für Reichsbahnausbesserungswerk, das sich hier früher einmal befand. Heute ist das Gelände eine Spielwiese für alternative Projekte. „Hochwertige Kultur soll hier niederschwellig bereitgestellt werden“, heißt es. Es gibt Kunstprojekte, Ausstellungen, Märkte, Kneipen, Restaurants sowie jede Menge Clubs und Bars. Das alternative Ambiente lockt Menschen aus vielen Lebensbereichen an, natürlich auch zahlreiche Touristen. Das RAW ist bunt, unfertig, verrückt; ein Dorado für den Fotografen. Gerne würde ich mich hier noch mal etwas länger aufhalten. Heute am Nachmittag sieht alles noch etwas unbelebt und schläfrig aus. Aber am Abend erwacht hier das Leben, erzählt uns Matthias. Dann wird es laut, und es geht die ganze Nacht hindurch die Post ab. Es bleibt nicht aus, dass das RAW auch manch fragwürdige Gestalten anzieht.

Im Vorfeld des RAW auf der Warschauer Brücke:



















Mittwoch, 10. Mai 2017

Gärten und lausige Temperaturen

In Berlin-Hellersdorf findet in diesem Jahr die internationale Gartenausstellung statt. Gärten aus aller Welt werden präsentiert. Wir fahren mit der Seilbahn und schlendern über das Gelände, ohne jeden einzelnen Garten zu besuchen. Aber auch  das lohnt sich schon. Es gibt viele schöne Blicke. Nur leider ist es lausig kalt: Wie schön wären ein paar wärmende Sonnenstrahlen. 
























Montag, 8. Mai 2017

Historie, Rummel und Kommerz

Für ein paar Tage sind wir in Berlin. Der Zug von Bentheim braucht gut vier Stunden; so geht es am bequemsten, am schnellsten und am umweltfreundlichsten. 
Ein erster Gang in die City: Weil eine U-Bahnverbindung heute eine Zeitlang gesperrt ist, steigen wir zufällig in der Nähe des Checkpoints Charlie aus. Der frühere Grenzübergang in der Friedrichstraße ist ein äußerst geschichtsträchtiger Ort. Nach dem Bau der Mauer standen sich hier im Oktober 1961 sowjetische und amerikanische Panzer 16 Stunden lang mit scharfer Munition gegenüber, und es fehlte nicht viel an einem Dritten Weltkrieg. Zum Glück kam es nicht soweit. Heute ist der Checkpoint eine Touristenattraktion, die alles in sich vereint: Historie, aber auch Kommerz und Kitsch. Fast nichts mehr ist original, weder das Grenzhäuschen, noch das Grenzübergangsschild und schon gar nicht die amerikanischen Militärpolizisten, die hier „Wache“ schieben. Aber das stört die Touristen nicht, und so klicken die Fotoapparate und Smartphones unaufhörlich, natürlich auch meine Sony. Später sehe ich auf einem Bild, dass die "Mps" eigentlich 3 Euro pro Bild verlangen für ihren Aufwand. Sorry, ist mir entgangen. So muss ich wohl noch einmal vorbei schauen und meinen Obolus entrichten.