Warum nicht mal
wieder eine Wanderung machen? Das Wetter lädt dazu ein. Es gibt eine
nicht allzu anstrengende Rundwanderung, die in Santa Eugenia beginnt.
Der ruhige 1600-Einwohner-Ort liegt im Landesinneren mitten in der
Pla-Ebene zwischen Santa Maria und Algaida. Abseits der großen
Touristen- und Verkehrsströme lässt es sich hier gut leben. Das
haben inzwischen auch viele Residenten erkannt. In dem Dorf wohnen
Menschen aus 15 Nationen einträglich nebeneinander. Die Wanderung
führt durch eine ländliche Kulturlandschaft, durch den Weiler Ses
Olleries zur „Cueva de lourdes“, einer Grotte, in der ein
ehemaliger Dorfpfarrer zwei aus Holz geschnittene Figuren stellte:
Die Heilige Jungfrau von Lourdes und, davor knieend, die junge
Bernadette, der die Jungfrau im 19. Jahrhundert mehrmals erschienen
sein soll. Wer die Grotte besuchen möchte, muss allerdings hundert Stufen einer Treppe emporsteigen. Lohn der Anstrengung: Ein
herrlicher Rundumblick in die Zentralebene Mallorcas. Und wer möchte,
kann in die Ritzen der Grotte Wunsch- oder Dankzettel stecken. Eine
Klagemauer im Kleinen. Sogar in den betenden Händen der
Jungfrau befindet sich ein Zettelchen. Andere haben ihr Feuerzeug
abgelegt, wohl um vom Rauchen loszukommen. Sogar einen Brunnen gibt
es, aus dem man Wasser schöpfen kann. Lourdes im Miniformat
sozusagen. Zurück auf der kleinen Landstraße, ist es nicht mehr
weit bis zum Ausgangspunkt Santa Eugenia. Die Kraft reicht noch für
einen Rundgang durch den idyllischen Ort. Je höher man am Hang nach
oben steigt, desto schöner ist der Blick über die Insel und auf den
gegenüber liegenden Ortsteil Es Pujet mit seinen drei ehemaligen
Mühlen.
Sonntag, 4. November 2018
Samstag, 3. November 2018
Fassaden
Was
fotografieren, wenn man schon unzählige Male mit der Kamera an der
Playa de Palma entlang spaziert ist? Oder den Fotoapparat einmal zu
Hause zu lassen? Ach nein, lieber nicht. Irgend etwas gibt es immer
zu fotografieren. Warum nicht einmal zur meerabgewandten Seite schauen und die Fassaden der Hotels in den
Fokus nehmen. Vielleicht entdeckt der eine oder andere ja sogar seine
Unterkunft, in dem er schon mal seinen Urlaub verbracht hat.
Donnerstag, 1. November 2018
Am Es Trenc bei Sturm
Das
Wetter ist immer noch so wie der mitteleuropäische Herbst: Rau,
windig und regnerisch. Nun gut, dann lassen wir uns den Wind um die
Nase blasen, zum Beispiel bei einem Spaziergang in Ses Covetes. Der
kleine Fischerort liegt am Naturstrand Es Trenc zwischen Colonia Sant
Jordi und Sa Rapita. Im Sommer ist hier der Bär los, weil viele
Leute den Es Trenc mit seinen Naturdünen lieben. Er bietet einen
schönen Gegensatz zu den Touristenhochburgen und Stränden in
Arenal. Jetzt aber ist der Ort verwaist. Kaum ein Mensch ist zu
sehen, die Fenster sind verrammelt, fast alle Lokale geschlossen. Wir
genießen es, am menschenleeren Strand spazieren zu gehen, wenn der
Wind das Wasser peitscht und die Wellen unermüdlich gegen den Strand
rollen. Nur einige mutige Windsurfer tauchen am Horizont auf und
tanzen mit und auf den Wellen. Ihnen scheint das Wetter genau
richtig zu sein.
Ich
habe die Bilder in Schwarzweiß umgewandelt. Ich denke, so geben sie
die Stimmung am Strand besser wieder.
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