Sonntag, 19. Juni 2016

Liebes-Odyssee mit Happy-End

Heute mal was fürs Herz. Der eine oder andere wird sich vielleicht noch an die Geschichte erinnern, die am 6. Juni 2014 in den Grafschafter Nachrichten stand. Es ging um den Ukrainer Oleksandr Palamar, der in der kleinen Stadt Goroditsche mit Juliya Sinchenko zusammen war. Doch als seine Freundin 2009 zu ihrer Mutter nach Emlichheim ziehen musste, weil diese dort geheiratet hatte, drohte die Beziehung zu enden. Kurzerhand besorgte sich Oleksander eine Arbeit auf einer Schweinefarm in Dänemark, um seiner Juliya ein Stück näher zu sein. In seiner Freizeit fuhr er mit dem Fahrrad nach Emlichheim und besuchte seine große Liebe. Soweit die Geschichte damals. Doch sie war noch nicht zu Ende. Als der Wilsumer Ferkelerzeuger Guido Tyman sie in der Zeitung las, dachte er sich: „Wer so viel Energie aufbringt und 650 Kilometer mit dem Fahrrad nach Emlichheim fährt, der muss eine gute Arbeitskraft sein.“ Er bemühte sich, Oleksander Palamar auf seinen Betrieb zu holen. Da eine Eheschließung die Einbürgerung einfacher machte, beschlossen Juliya und Oleksander, zu heiraten. Oleksander zog nach Emlichheim, und die beiden ließen sich im Januar 2015 standesamtlich trauen. Gestern haben sie sich noch einmal das Jawort gegeben, und zwar in Form einer „freien Hochzeit“. Sie ermöglicht es, den Ablauf ganz nach den Vorstellungen des Brautpaares zu gestalten. Juliya und Oleksander wünschten sich eine Zeremonie unter freiem Himmel, für die sie sich den prachtvollen Landgarten von Ina und Jan Kruit in Laar ausgesucht hatten. Nach der Ansprache der Traurednerin  tauschten Juliya und Oleksander noch einmal die Ringe und besiegelten ihre Liebe, die nun endgültig ihr Happy-End gefunden hat.




















Samstag, 18. Juni 2016

Stehende Ovationen

Am 28. Mai hatte Heinz Josef Bausen seinen letzten großen öffentlichen Auftritt als Leiter der Musikschule Niedergrafschaft: In der Emlichheimer altreformierten Kirche dirigierte er die „Petite Messe Solenelle“ von Gioacchino Rossini. Am Ende applaudierten die Besucher stehend. Am Freitag stand nun im Uelsener Waldbad-Hotel die offizielle Verabschiedung an, und als die Reden und Grußworte gehalten waren, gab es wieder stehende Ovationen. Alle Redner bekundeten tiefe Dankbarkeit und ihre Hochachtung vor der Leistung des ausgebildeten Kirchenmusikers, den es vor 36 Jahren von der Mosel über Lingen nach Uelsen verschlagen hatte. Alle waren sich einig: Heinz Josef Bausen und seine Frau Walli haben sich um die Kultur und die musikalische Bildung in der Niedergrafschaft verdient gemacht.


















Donnerstag, 16. Juni 2016

Was junge Menschen beschäftigt

Die Bühne ganz in schwarz, darauf elf junge Schauspieler, bis auf eine Ausnahme ebenfalls in schwarz. Ohne Bühnenbild und fast ganz ohne Requisiten legen sie los in dem Jugendtheaterstück „14“. Eine Dreiviertelstunde lang spielen sie Szenen aus ihrem Alltag: Es geht um Schule, Drogen, Außenseiter, Mobbing, Träume, Eltern, Freundschaften; all die Dinge, die Heranwachsende beschäftigen. Anfangs noch etwas zurückhaltend, spielen sie sich mit zunehmender Dauer frei. Man merkt den jungen Talenten den Spaß am Schauspielen an, und die Zuschauer haben ihre Freude an einer gelungenen Aufführung, anspruchsvoll und unterhaltsam zugleich.
Dies ist die dritte Aufführung unter der Regie von Timo Peters, der „soziale Arbeit“ studiert. Die ersten beiden entstanden unter der Verantwortung des Schulzentrums, bei „14“ half das Jugendhaus@21, finanziell und durch die Bereitstellung von Räumen.