Sonntag, 14. Juli 2019

Der Wandel der Blumenwiesen

Emlichheim soll erblühen – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes. So hat der Bauhof der Gemeinde in diesem Jahr an mehreren Stellen für das Gemeinschaftsprojekt „Bee happy – Emlichheim erblüht“ Blühsteifen und Blühwiesen angelegt, die Insekten einen Lebensraum bieten. Eine prima Idee. Wichtig ist, dass Saatmischungen verwandt werden, die zur Region passen, und die Wiese regelmäßig gemäht wird, damit der Boden magerer wird.
Wie sich eine Wiese entwickelt, kann man an den Flächen beobachten, die schon 2013 eingesät wurden. Zwei von ihnen, am Bremarkt und an der Ringer Straße beim Bahnübergang Obenholt, habe ich immer mal wieder fotografiert. Interessant zu beobachten, dass die Blumenwiesen in jedem Jahr anders aussehen, aber sie sind immer noch vorhanden, und das ist das Wichtigste. 

An der Ringer Straße Mitte August 2013:




Am Bremarkt Mitte August 2013:



An der Ringer Straße im Mai 2014:



Am Bremarkt im Julil 2014:



an der Ringer Straße Ende Mai  2015:



An der Ringer Straße heute fotografiert:




Und am Bremarkt heute:


 

Freitag, 12. Juli 2019

Geld von der Rotraud-Saager-Stiftung

In den letzten Tagen war an dieser Stelle wenig von mir zu sehen. Aber manchmal gibt es wichtigere Dinge als die Pflege eines Blogs.
Ein Bild ist noch nachzutragen: Die Rotraud-Saager-Stiftung hat der Bürgergemeinschaft Emlichheim 2000 Euro gespendet. Das Geld will die Kulturinitiative für Schultheateraufführungen verwenden.
Für alle, denen der Name Rotraud Saager nichts sagt: Sie war eine Apothekerin, die nach dem Krieg aus Königsberg nach Emlichheim kam und die Müller`sche Apotheke übernahm. Als sie 2011 89jährig starb, floss ein großer Teil ihres Vermögens in eine nach ihr benannte Stiftung. Diese wird von der "Stiftung Grafschaft Bentheim" der Volksbank treuhänderisch verwaltet. Rotraud Saager verfügte, dass mit den Erträgen ihrer Stiftung gemeinnützige Projekte in der Gemeinde Emlichheim unterstützt werden sollen. Dabei werden Themengebiete von Kunst und Kultur, über Umwelt bis hin zur Jugendhilfe berücksichtigt. Ein Kuratorium entscheidet, welche Projekte gefördert werden sollen.
Ich finde es erstaunlich, dass in der heutigen Null-Zins-Phase die Stiftung übrhaupt noch Erträge erwirtschaftet.
Übrigens gibt es in Emlichheim auch eine Rotraud-Saager-Straße in der Nähe ihrer alten Wirkungsstätte. Sie verbindet die Mittelstraße mit dem Burhook.
V. l. Werner Dreher, Hanni Ranters (Kuratoriumsmitglieder), Andreas Kösters, Rudi Sentker (Bürgergemeinschaft), Jürgen Timmermann (Volksbank)


Sonntag, 7. Juli 2019

Premiere geglückt

Premiere geglückt! Die erste Open-Air-Kinovorstellung in Emlichheim war ein voller Erfolg. Trotz des durchwachsenen Wetters und kühler Temperaturen kamen bei freiem Eintritt 150 Besucher zur offenen Bühne beim Haus Ringerbrüggen. Ausgestattet mit Stühlen, Decken, Getränken und Proviant, suchten sie sich einen Platz auf der Wiese vor der Bühne, auf der die Großbildleinwand der Schulaula installiert war. Die Macher von der Bürgergemeinschaft um den ersten Vorsitzenden Andreas Kösters taten gut daran, den offiziellen Beginn um eine halbe Stunde auf 22.00 Uhr zu verschieben, damit bei einsetzender Dunkelheit eine gute Bildqualität gegeben war. Gezeigt wurde der aktuelle Film über die Geschichte der legendären Band Queen mit ihrem charismatischen Frontmann Freddie Mercury. Nach einer gescheiterten Solokarriere gelingt es dem an Aids erkrankten Freddie rechtzeitig, die Band für das legendäre „Live Aid“ im Wembley-Stadion wieder zu vereinen. Bei der Oscarverleihung 2019 wurde der Film mit vier Oscars ausgezeichnet, unter anderem für Rami Malek als bestem Hauptdarsteller. Beeindruckend der Soundtrack, der fast ausschließlich aus Originalaufnahmen bestand und aufgrund der offenen-Bühne-Konstruktion hervorragend wiedergegeben wurde. So spendeten die Besucher am Ende des Films spontan Beifall, wohl nicht nur für den großartigen Queen-Auftritt beim „Live Aid“, sondern auch für die gelungene Veranstaltung.
 Eine Wiederholung oder ständige Einrichtung des Open-Air-Kinos in Emlichheim wäre wünschenswert. Eine perfekte Infrastruktur hierfür ist jedenfalls vorhanden.

















Donnerstag, 4. Juli 2019

Was macht der Regenschirm im Durchlass?

Wenn ich mit dem Fahrrad am Coevorden-Piccardie-Kanal Richtung Ringe fahre, halte ich gerne am Durchlass des Verbindungskanals, der überschüssiges Wasser des Kanals zur Vechte ableitet. In einem kleinen Wasserfall rauscht es in den tiefer gelegenen Abflussgraben, wie das Gewässer volkstümlich genannt wird. Zumeist bleibt dabei am oberen Rand etwas hängen, Pflanzenreste oder Gegenstände zum Beispiel. Gestern hatte sich dort gar ein Regenschirm festgehakt. Oft gibt das interessante Bilder.
 Wichtig ist, eine genügend lange Belichtungszeit zu wählen, damit das Wasser nicht zu Eis erstarrt, sondern die fließende Bewegung wiedergegeben wird. Die ersten vier Bilder stammen von gestern, die anderen sind schon älteren Datums.












Mittwoch, 3. Juli 2019

Noch mehr Quälgeister

Ich habe mich heute Morgen noch mal auf den Weg gemacht, um die Eichen-Prozessionsspinner bei besserem Licht zu fotografieren. Die Aussicht auf interessante Bilder lässt die Angst vor den brennenden Härchen in den Hintergrund treten.
Hier also noch ein paar Bilder von den kleinen Plagegeistern, die so viel Verdruss bereiten können. Sie sind alle am Kanal zwischen Hahnenberger Diek und Neuerostraße aufgenommen. Im Internet steht, dass besonders Eichen befallen werden, die am Waldrand oder einzeln stehen.














Dienstag, 2. Juli 2019

Fiese Quälgeister

Heute ein paar Bilder von den Plagegeistern, die wohl fast jeden von uns zur Zeit ärgern: Die Eichen-Prozessionsspinner. Die Bilder von den Gespinstnestern habe ich an der Vechte und am Kanal in Höhe Haselaars fotografiert. Insbesondere am Kanal sind jede Menge Eichen betroffen. Die explosionsartige Vermehrung liegt wohl daran, dass im letzten Jahr die Frühjahrsmonate mild waren und während der Eiablage im Spätsommer trockenes Wetter mit wenig Wind herrschte. Bereits im Herbst entwickeln sich kleine Eiraupen, die dann im Folgejahr im April und Mai schlüpfen. Sie schließen sich zu „Prozessionen“ zusammen und wandern gemeinsam in die Kronen der Eichen zum Fressen. Daher der Name. Auch die Trockenheit dieses Jahres begünstigt die Entwicklung der Raupen. Die Klimaveränderung in den letzten 20 Jahren trägt also zur Massenvermehrung des Schädlings bei. Dessen fast unsichtbaren toxischen Brennhaare setzen sich mit ihren Häkchen in der Haut fest und verursachen den unerträglichen Juckreiz.
 Wenn also der Prozessionsspinner warm-trockenes Klima bevorzugt und in diesem Jahr schon die Brut gelegt wird für das nächste Jahr, dann können wir uns schon jetzt für 2020 auf etwas gefasst machen. Bei einem einmaligen Kahlfraß können sich die Eichen noch recht gut regenerieren, aber wenn die Raupen mehrere Jahre hintereinander zuschlagen, wird die Vitalität der Eichen langfristig geschwächt.