Sonntag, 24. Mai 2020

Eine Wucht - diese Mannschaft!

Nach dem Volleyball-Rückblick auf der letzten Blogseite heute noch ein tieferer Blick in die Sporthistorie des SC Union Emlichheim. Es geht zurück in das Jahr 1965. Damals gab es in dem Verein eine herausragende C-Jugend-Fußballmannschaft. In ihrer Niedergrafschafter Staffel belegte sie mit 32 : 0 Punkten und 234 : 12 Toren den ersten Platz. Das heißt, die Mannschaft schoss bei 16 Begegnungen durchschnittlich fast 15 Tore pro Spiel. Diese überirdische Bilanz war sogar dem Sportmagazin, einer bundesweiten Sportzeitung, eine Meldung wert. Gespielt wurde mit Siebenermannschaften quer über den Platz. Nach dem Gewinn der Niedergrafschafter Meisterschaft schloss die Mannschaft die Endrunde um die Kreismeisterschaft mit 8 : 0 Punkten und 47 : 4 Toren auch als Erster ab.
 Was war die Ursache dieser Erfolge? Ganz einfach: Es gab zwei überragende Spieler: Günter Warsen und Klaus Kerperin. Klaus war ein exzellenter Dribbler. Er spielte als Außenstürmer seine Verteidiger schwindelig, flankte oder passte in die Mitte, wo Günter mit seiner unwahrscheinlichen Dynamik und Wucht verwandelte. Beide waren nachher bei Eintracht Nordhorn sehr erfolgreich, wobei Günter es bis in die Niedersachsenauswahl schaffte.
Wir anderen (ich war einer von ihnen) spielten auch mit, waren aber mehr oder weniger Statisten. Als Verteidiger hatte ich in der Regel wenig zu tun; und es kam vor, dass unser Torwart Rolf-Dieter („Schnarri“) Winkler als Torwart in einem Spiel keinen einzigen Ball halten musste.
Betreuer und Trainer war Gerhard Schüürhuis. Das Training am Donnerstagnachmittag bestand in der Regel nur darin, ein Spielchen zu machen. Auch unser Trainer kickte mit – in Gummistiefeln. Aber wir brauchten auch kein spezielles Training. Wir waren fit und konnten mit dem Ball umgehen, denn fast an jedem Tag wurde irgendwo gebolzt. Eben noch echte Straßenfußballer.

Und hier noch mal die Mannschaft in groß: Von links Betreuer Gerhard Schüürhuis, Gerd Koopsingraven, Rolf-Dieter Winkler, Rudi Kuipers, Günter Warsen, Gerold Meppelink, Dieter Denzel, Klaus Kerperin, Karl-Heinz Haarbach





Freitag, 22. Mai 2020

Die erste Deutsche Vizemeisterschaft

Und noch ein Rückblick auf die 1970er Jahre. Zufällig bekomme ich bei meinem damaligen Elternhaus an der Vechtebrücke mit, wie der deutsche Vizemeister im Volleyball gefeiert wird und mache ein paar Fotos. Welche Jugendmannschaft 1978 mit der Kutsche abgeholt wurde, habe ich leider nicht rausfinden können. Aber das wird bestimmt noch jemand wissen. Auf jeden Fall war der unvergessene Herbert Taube der Trainer.




Dienstag, 19. Mai 2020

Klatschmohn

An Wegrändern und auf Schutthalden ist noch hin und wieder der Klatschmohn mit seinen leuchtend roten, filigranen Blütenblättern zu entdecken. Er ist sehr schön zu fotografieren, aber man sollte sich beeilen, denn der Mohn blüht nicht sehr lange. Die Motive unten habe ich gestern am Lambergweg entdeckt.
Ungewöhnlich ist, dass eine einzige Blüte rund 2,5 Millionen Pollenkörner produziert. Nur die Pfingstrose schafft noch mehr.
Man braucht sich keine Sorgen (oder Hoffnung?) zu machen, dass aus dem bei uns wachsenden Klatschmohn Opiate hergestellt werden können. Rohopium wird aus dem Orientalischen Schlafmohn gewonnen.






Montag, 18. Mai 2020

Die Denne streichelt die Seele

  Es ist immer wieder reizvoll, durch die Denne zu spazieren, dem schönsten und ökologisch wertvollsten Naherholungsgebiet in Emlichheim. Hier gibt es noch uralte Bäume, seltene Tier- und Pflanzenarten, extensiv bewirtschaftetes Grünland und hügelige Sanddünen. Gestern sind wir wieder einmal den Weg durch das Waldgebiet gegangen und auf die Hügel gestiegen, wo wir Kinder früher gerne rodelten. (Damals schneite es noch im Winter.) Es fällt auf, dass auf einer der Sanddünen viele Bäume abgestorben sind. Sollten das schon die Auswirkungen der anhaltenden Trockenheit und des Klimawandels sein?
In einem Blog vor ziemlich genau einem Jahr (28.05.19) habe ich die Denne schon einmal in Wort und Bild vorgestellt, sodass ich es an dieser Stelle bei einigen zusätzlichen Bildern bewenden lasse.

Blick zur Vechte auf dem Weg zur Denne




Abgestorbene Bäume auf einem Dünenhügel

Sternmiere






Sonntag, 17. Mai 2020

Von der Theater-AG in den ARD-Krimi

Gestern wurde in der Wochenend-Reportage der Grafschafter Nachrichten Birgit Welink vorgestellt. (https://www.gn-online.de/emlichheim/emlichheimer-schauspielerin-auf-verbrecherjagd-in-amsterdam-354035.html) Aktueller Anlass: Die aus Emlichheim-Volzel stammende Schauspielerin spielt in den Amsterdam-Krimis mit Hannes Jaenicke und Fedja van Huêt die  niederländische Ermittlerin Renee. Nach zwei Folgen aus dem Jahr 2017 ist sie nun in zwei weiteren Episoden zu sehen. Sie werden am 4. und 11. Juni im Rahmen der ARD-Donnerstagskrimis ausgestrahlt (Sendebeginn: 20.15 Uhr).
Interessant für die Niedergrafschafter dürfte sein, dass Birgit Welink bereits als Schülerin in der Theater-AG des Gymnasiums Emlichheim auf der Bühne stand. In dem Drama „Hexenjagd“ von Arthur Miller spielte sie 2006 eine Rolle als Hexe. Theresa Sperling und Friedrich Wilhelm Busch haben damals das Stück einstudiert. „Die 20 Darsteller zeigten großen Einsatz, Intensität und Könnerschaft im Einzelfall“, schrieb Bernd Durstewitz in seiner Rezension, wobei mit „Könnerschaft im Einzelfall“ sicherlich Birgit Welink als stammelnde Sklavin Tituba gemeint war. "Sie war schon damals sehr stark und präsent auf der Bühne", sagt Theresa Sperling. Hervorragend aber auch Vera Bouws als „Hexe“ Abigail Williams. Noch einmal Theresa: "Sie war unglaublich talentiert, eine der wenigen, die eine große Karriere hätte hinlegen können." Bei beiden war also schon damals das große darstellerische Talent zu erkennen, aber nur Birgit Welink wagte den Weg in die professionelle Schauspielerei. Sie lebt heute in Rotterdam, ist in verschiedenen Schauspielkollektiven aktiv, führt Regie, unterrichtet Schauspiel und führt bei Inszenierungen Regie. Außerdem ist sie Sängerin in der Band „Kant“.
Hier einige Szenenfotos von der Aufführung in bescheidener Fotoqualität:

Mitte: Birgit Welink






Vera Bouws











Samstag, 16. Mai 2020

Haselaar vor 19 Jahren aus der Luft

Und mal wieder liebe Grüße an die Nachbarn vom Pommernweg und Hahnenberger Diek mit Luftbildern aus August 2001. Am Hahnenberger Diek sind einige Häuser dazugekommen, und Kronemeyers bauen gerade an. Aber sonst hat sich eigentlich gar nicht so viel geändert.
Allerdings haben einige Hauseigentümer gewechselt, aber das sieht man den Luftbildern ja nicht an.










Donnerstag, 14. Mai 2020

Der tiefe Fall des Kirchturms

Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber bei mir füllen unzählige Diamagazine eine ganze Schrankwand und warten darauf, mal wieder ans Licht geholt und gezeigt zu werden. Dies ist jedoch mit recht viel Aufwand verbunden: Projektor und Leinwand aufbauen, Zimmer verdunkeln, Diamagazin in den Projektor schieben, wobei dies oft nicht reibungslos funktioniert. Über kurz oder lang klemmt ein Rähmchen oder ist falsch eingeordnet, sodass das Bild auf dem Kopf steht. Beim Anschauen der Dias stellt man fest, dass der Zahn der Zeit längst an ihnen genagt hat: Sie sind blass und fehlfarbig  geworden, haben sogenannte Newton`sche Ringe und unzählige Staubkörner, die der Projektor zu Gesteinsbrocken vergrößert. So bleibt es in der Regel bei dem Vorsatz, mal wieder einen Diaabend zu veranstalten.
Da in diesen Wochen jedoch kaum Veranstaltungen stattfinden, habe ich Zeit und nehme mir vor, meine Diasammlung zu sichten. Vielleicht findet sich dabei noch das eine oder andere fotografische Schätzchen. Und tatsächlich: Ich bin auf ein Bild gestoßen, dass ich so noch nicht an anderer Stelle gesehen habe. Und zwar handelt es sich um eine Aufnahme vom Abbruch der Emlichheimer evangelisch-altreformierten Kirche an der Mittelstraße just in dem Moment, als der Turm fällt. Leider fehlt das genaue Datum der Aufnahme, aber da die neue altreformierte Kirche an der Mühlenstraße 1983 eingeweiht wurde, müsste das in dem Jahr gewesen sein. Bestimmt gibt es unter den Blogbesuchern jemand, der mir Genaueres mitteilen kann.